Spiel des Monats: Helvetia
Titel: Helvetia
Verlag: Kosmos
Autor: Matthias Cramer
Erscheinungsjahr: 2011
Spielkategorie: Strategiespiel
Förderbereiche: vorausschauendes Denken
Spieldauer: 60 bis 90 Minuten
Anzahl der SpielerInnen: 2 bis 4
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Spielinhalt: 1 Spielplan, 64 Spielfiguren, 24 Münzen, 68 Liefersteine, 54 Gebäudeplättchen, 10 Güterplättchen, 6 Sonderplättchen, 5 Dorfmitten, 5 Personenplättchen, 1 Startspielerplättchen, 1 Spielregel
Spielziel
Willkommen im Schweizer Bergland des 19. Jahrhunderts. Als VorsteherIn eines kleinen Ortes gilt es, planerisches Geschick zu beweisen und die BewohnerInnen in eine strahlende Zukunft zu führen. Wer die Herausforderungen am besten meistert, wird am Ende die produktivste und größte Dorfgemeinschaft aufweisen.
Die SpielerInnen starten mit einem leeren Dorfplatz, den sie vor sich auslegen. Reihum wählen sie Gebäude aus, die angelegt werden und von nun an Güter produzieren. Zu Beginn ist jedes Dorf noch einfach ausgestattet: Ein Brunnen liefert Wasser, ein Kornfeld Getreide und auch für Steine, Lehmziegel und Holz stehen Gebäude zur Verfügung. Die Gebäudeplättchen werden mit einer eigenen Personenfigur besetzt, die von nun an die Produktion übernimmt.
In jeder Runde stehen den SpielerInnen Münzen zur Verfügung, mit denen sie Aktionen bei den fünf Persönlichkeiten des Dorfes kaufen können: Der Baumeister ermöglicht pro Münze den Bau eines neuen Gebäudes. Der Fuhrmann liefert fertige Waren am Markt aus und bringt hiermit direkte Siegpunkte. Der Nachtwächter weckt müde BewohnerInnen wieder auf, damit diese erneut produzieren können. Der Pfarrer verheiratet eine Person des eigenen Dorfes in das Dorf eines Mitspielers und ermöglicht somit die Mitnutzung eines Gebäudeplättchens. Die Hebamme sorgt inzwischen für Nachwuchs im eigenen Dorf. Wer die Mehrheit an Münzen bei einer Persönlichkeit aufweisen kann, erhält deren Bonusplättchen und darf die Aktion in der nächsten Spielrunde einmal gratis nutzen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn zusätzlich gibt es für den Besitz des Plättchens einen Siegpunkt.
"Helvetia" ermöglicht den SpielerInnen eine enorme Freiheit an Aktionsmöglichkeiten. Mithilfe der Gebäude entstehen Produktionsketten im Dorf, und so kann die Kuh mit Getreide gefüttert und anschließend Fleisch oder Butter gewonnen werden. Wer die Waren schnellstmöglich auf den Markt bringt, kassiert Siegpunkte und Bonusplättchen. Waren werden aber auch zum Ausbau des Dorfes dringend benötigt und können nur von wachen BewohnerInnen produziert werden. Nach jeder Produktionsphase müssen die Figuren daher mit dem Nachtwächter aufgeweckt werden. Doch auch das Vermehren und Verheiraten der BewohnerInnen darf nicht vernachlässigt werden, sonst gehen dem Dorf die Arbeitskräfte aus.
Nach jeder Spielrunde kommt es zu einer Wertung, bei welcher der aktuelle Siegpunktstand aller SpielerInnen erhoben wird. Wer als ErsteR 20 Siegpunkte erreicht gewinnt das Spiel.
spielebox-Meinung
"Helvetia" überrascht mit einem außergewöhnlichen Spielthema. Die Schweizer Bergwelt zu Beginn des 19.Jahrhunderts klingt zunächst ziemlich sperrig, aber im Nu faszinieren Thema und Spielmechanismus. Durch die liebevollen Illustrationen und Spielsteine fühlt man sich im eigenen Dorf schnell heimisch, und die dichte Spielatmosphäre zieht die SpielerInnen in ihren Bann. Unterschiedliche Sonderplättchen eröffnen eine Vielzahl von Möglichkeiten, an Siegpunkte zu gelangen, und verleihen dem Spiel viel Abwechslung.
"Helvetia" ist ein typisches "worker-placement"-Spiel, bei dem durch die geschickte Verteilung der eigenen ArbeiterInnen verschiedene Aktionsfelder ausgewählt werden. Das frische Spielthema und die gut ineinander greifenden Mechanismen machen "Helvetia" zu einem einzigartigen Spielerlebnis.
wienXtra-spielebox
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Erreichbarkeit
U6 (Station Josefstädter Straße)
2, 5, 33 (Station Albertgasse)

